Zystenoperation

Eine Zyste ist ein flüssigkeitsgefüllter Hohlraum, der über längere Zeit an Grösse zunehmen und zu einer Auflösung des umgebenden Knochens führen kann. Für die Entstehung von Zysten sind die häufigsten Ursachen abgestorbene Zähne, die entweder (noch) nicht wurzelbehandelt wurden, oder bei denen die Wurzelbehandlung nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat. In diesem Fall wird die Entfernung der Zyste in der Regel mit einer Wurzelspitzenresektion (WSR) kombiniert. Falls der Zahn noch nicht wurzelbehandelt wurde, wird üblicherweise noch vor der Operation eine Wurzelbehandlung durchgeführt.

Auch im Bereich von Weisheitszähnen können sich Zysten bilden. Oft verläuft das Wachstum der Zyste schmerzlos und unbemerkt, sodass derartige Zysten eine beträchtliche Grösse erreichen und sehr viel Knochen auflösen können. Bei der Operation zur Ausschälung der Zyste wird dann gleichzeitig auch der entsprechende Weisheitszahn als Ursache entfernt.

Planung und Behandlung

Zur genauen OP-Planung ist in der Regel ein 3-D Röntgen erforderlich, das direkt bei uns in der Praxis angefertigt wird. Im Anschluss daran besprechen wir mit den Patienten bei der ausführlichen OP-Aufklärung sämtliche Details, bis keine Unklarheiten mehr bestehen. Erst dann wird auf Wunsch ein OP-Termin vereinbart. Für eine Zystenoperation ist in der Regel eine lokale Betäubung völlig ausreichend. Bei Angstpatienten hilft meist schon eine medikamentöse Sedierung, die von Patienten oft als „K.O.-Tablette“ oder „Wurschtigkeitstablette“ bezeichnet wird. In seltenen Fällen ist eine Behandlung in Vollnarkose erforderlich. Da wir sehr viel Erfahrung mit Angstpatienten haben, sind Sie bei uns in den besten Händen, egal ob die Operation in Lokalanästhesie, mit Sedierung oder in Vollnarkose durchgeführt werden soll.

Nach der operativen Entfernung wird die Zyste zur Untersuchung und Diagnosestellung in ein spezielles Labor für Histopathologie eingeschickt. Üblicherweise dauert es nur ein paar Tage bis der Befund erstellt ist. So kann bereits eine Woche nach der OP bei der Nahtentfernung die Diagnose besprochen werden. In Abhängigkeit der Diagnose werden dann weitere Termine (z.B. für Röntgenkontrollen) vereinbart. Bei bestimmten Zystenarten ist eine sorgfältige Nachbetreuung besonders wichtig, für die Sie bei uns in den besten Händen sind!